„Das schöne in der Schweiz ist ja, dass jeder glauben darf, was er will.“

20/05/16

Titel: „Das schöne in der Schweiz ist ja, dass jeder glauben darf, was er will.“
Medium: 2 Kanal Audioinstallation
Dauer: ca. 13:24 min Loop

In der Audio-Arbeit sind digital generierte Stimmen zu hören, welche Kommentare zu Artikel vorlesen, die auf Online-Zeitungen veröffentlicht wurden. Die Kommentare sind ausgewählt, mit dem Fokus auf Allgemeinaussagen. In diesen Aussagen wird nicht mehr aus der persönlichen Sicht argumentiert sondern so, als wären die Verfassenden über alles bestens im Bilde. Auf Mittel wie “Ich glaube…” und “Aus meiner Sicht…” wird verzichtet. Wenn man sich durch die Kommentarspalten klickt, merkt man, dass eigentlich die meisten Online-Kommentare auf diese Weise formuliert sind. In einer fast eigenen sprachlichen Struktur, es entsteht dadurch eine eigenartige Zusammenstellung von Aussagen, die von den Schreibenden eben nicht als “nur” persönliche Meinungen veröffentlicht werden wollen. Eine persönliche Meinung zu haben, wird von einem erwartet, sie aussprechen zu dürfen ist in der Verfassung verankert.
Die Arbeit ist gestaltet in Anlehnung an Radio-Produktionen, sie ist in unterschiedliche thematische Blöcke gegliedert, die von digital produzierter Musik umrahmt werden.